Das erste Ausbildungsjahr

Das erste Jahr findet nahezu komplett in der Schule statt. Ein Tag in der Woche der so genannte Betriebstag, an dem du in deinem Betrieb arbeitest. Die Schulform ist die Berufsfachschule. Du wirst in diesem Jahr sowohl in theoretischen Grundlagen als auch in den praktischen Grundfertigkeiten eines Tischlers ausgebildet.

Zu den theoretischen Grundfertigkeiten gehört z. B. das Know-how rund um das Holz. Das Planen und Fertigen einfacher Kleinmöbel aus Holz und Holzwerkstoffen steht hier im Mittelpunkt. Technologische Grundlagen zu Holz und Holzwerkstoffen werden hier ebenso vermittelt, wie deren zeichnerische Darstellung in Fertigungszeichnungen.


Produktbezogene Flächen- oder Mengenberechnungen werden angestellt und Grundkenntnisse der maschinellen Holzbearbeitung angelegt. Möglichkeiten Einzelteile mit einander zu verbinden werden aufgezeigt und begründet. Grundlagen für spätere Kalkulationen werden gelegt. Geübt wird gleichzeitig ein zu planendes Kleinmöbel zu skizzieren, um später eine vollständige Fertigungszeichnung anzufertigen. Auch wird der Weg in das Zeichnen mit CAD geebnet und ebenso in den folgenden Lehrjahren ausgebaut.

Zu den praktischen Grundfertigkeiten zählen der Umgang mit allen Handwerkzeugen die eine Werkbank beinhaltet, sowie der Umgang mit Holz bearbeitenden Handmaschinen. Die in der Theorie und Praxis vermittelten Kenntnisse werden in der Holzwerkstatt beim Fertigen verschiedener Kleinmöbel umgesetzt. Handwerk wird erprobt, Er-greifen hilft zu Be-greifen, Übung wird zu Erfahrung und Kenntnis.

Das Gefühl ein Fachmann zu sein kann schon hier erlebt werden.

Aufnahmevoraussetzungen Berufsfachschule (BFS)

In die 1-jährige Berufsfachschule können Schüler ohne Aufnahmetest aufgenommen werden, die das Abschlusszeugnis der Klasse 9 der Hauptschule nachweisen oder Schüler, die das Versetzungszeugnis nach Klasse 10 einer Realschule oder eines Gymnasiums besitzen. In allen anderen Fällen wird um persönliche Rücksprache gebeten.

Sollten mehr Bewerbungen vorliegen, als Schulplätze vorhanden sind, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Schüler mit Vorvertrag eines Betriebes werden vorrangig aufgenommen. Schüler ohne Vorvertrag werden nur aufgenommen, wenn freie Plätze zur Verfügung stehen.

Fächerübersicht Berufsfachschule (BFS)

  • Berufsfachliche Kompetenz & Projektkompetenz – Theorie (6 Std.)
  • Berufsfachliche Kompetenz & Projektkompetenz – Werkstatt (16 Std.)
  • Berufstheorie Werkstatt (2 Std.)
  • Wirtschaftskompetenz (1 Std.)
  • Gemeinschaftskunde (1 Std.)
  • Deutsch (1 Std.)
  • Religion (1 Std.)
  • Wahlpflichtfächer (Computeranwendungen, CAD, CNC) (1.Std)

Abschluss Berufsfachschule (BFS)

Die Berufsfachschule endet mit einer praktischen Abschlussprüfung.

Der erfolgreiche Besuch der Berufsfachschule wird auf die Lehrzeit mit einem Jahr angerechnet, sofern anschließend ein Ausbildungsvertrag im entsprechenden Berufsfeld abgeschlossen wird. Während der nachfolgenden betrieblichen Ausbildung (2./3. Lehrjahr) ist der Auszubildende in der entsprechenden Fachklasse berufsschulpflichtig.

Die Schreinerinnung Bodenseekreis empfiehlt den Besuch der 1-jährigen Berufsfachschule.